Natives Olivenöl extra gefiltert vs. ungefiltert

Ist ein natives Olivenöl extra besser, wenn es gefiltert ist oder nicht? Was sind die Unterschiede?

Beschäftigt man sich etwas tiefer mit dem Thema natives Olivenöl extra, stößt man gezwungenermaßen auf Öle mit der Bezeichnung ungefiltert. Infolgedessen kommen Fragen auf. Ist ein gefiltertes oder ungefiltertes Öl besser? Sollte man nach trüben Ölen Ausschau halten oder besser die Finger davon lassen? Aber vor allem warum kann ein ungefiltertes Olivenöl sowohl trüb als auch klar sein?

Gefiltertes Öl

Dem gefiltertem Öl wird nach dem Produktionsprozess durch die Filtrierung ein weiterer Schritt unterzogen. Dies geschieht (ähnlich wie beim Kaffeefilter) durch spezielle Filter, die Wasserpartikel und Olivenrückstände zurückhalten und so vom Öl trennen. Auf diese Weise erhält man ein klares und leuchtendes Olivenöl. Da ein Teil der Polyphenole und andere in den Rückständen vorhandener Substanzen im Filter hängen bleiben, verliert man durch das Filtern des Öls zwar einen kleinen Teil der gesunden Eigenschaften, bekommt aber andere Vorteile. Seine Aroma- und Geschmackseigenschaften behält ein gefiltertes Öl länger, es ist grundsätzlich das stabilere Öl. Bei korrekter Lagerung und unter den entsprechenden Licht- und Wärmebedingungen kann es bis zu 24 Monate und darüber hinaus halten.

Ungefiltertes Öl

Einem ungefiltertem Öl wird nach dem Produktionsprozess keine Filtrierung unterzogen, daher befinden sich noch geringe Mengen an Schwebstoffen wie Olivenpartikel und Wasser im Öl. Diese verleihen dem Öl sein typisch trübes Aussehen. Nun gibt es Produzenten, die Ihr Öl direkt nach der Extraktion abfüllen, diese Öle sind sehr trüb, sie enthalten die meisten gesunden Fettbegleitstoffe, jedoch sind sie nicht ganz so lange haltbar. Andere Produzenten, lassen ihr Öl vorher einen natürlichen Dekantierungsprozess durchlaufen. Das Öl wird hierzu in Edelstahltanks, kühl und unter Luftausschluss gelagert, wobei im Laufe der Zeit die festen Partikel dazu neigen, sich am Boden abzusetzen und das Öl nach und nach klarer wird. Hier gilt es für den Produzenten sauber, mit Geduld und in mehreren Phasen zu arbeiten. Nach dem dekantieren in mehreren Schritten befinden sich kaum noch Schwebstoffe im Öl. Im Anschluss an die Dekantierungsphase wird das Öl aus den Tanks abgelassen und der Bodensatz großzügig entfernt. Die im Öl enthaltenen Olivenpartikel bestehen zum Teil aus pflanzeneigenen Schleimstoffen, Phospholipide und Wachse aus der Fruchtschale, diese wirken sich zweifellos positiv auf unseren Körper aus. Dennoch verringern sie, zusammen mit dem enthaltenen Restwasser, die oxidative Stabilität des Olivenöls. Dies kann dazu führen, dass es zu Fehlaromen kommt oder dass das Öl nicht so lange haltbar ist. Da natürliche enzymatische Prozesse im Öl entstehen und wie beim Filtrieren auch ein kleiner Teil der Polyphenole verloren gehen, ist nicht jede Olivensorte für das dekantieren geeignet. Ein ungefiltertes, dekantiertes Olivenöl ist zwischen 18 und 24 Monate haltbar, bei richtiger Lagerung sogar weit darüber hinaus.

Fazit

Der Unterschied zwischen einem gefiltertem und einem ungefiltertem Olivenöl ist minimal. Ein Teil der wertvollen Polyphenole gehen sowohl beim Filtrieren als auch beim Dekantieren verloren. Die Qualität eines Öls wird nicht alleine von dem Faktor der Filtration bestimmt, es gibt viele andere Faktoren, auf die man sich beziehen muss, wie z. B. die Qualität der Oliven, Erntezeitpunkt, Herstellungsverfahren etc. Die Wahl des Öls hängt vom persönlichen Geschmack und den Bedürfnissen ab. Ein gefiltertes Öl ist dann zu bevorzugen, wenn der Verbrauch entsprechend gering ist und man auf Langlebigkeit wert legt. Das ungefilterte, dekantierte Olivenöl ist meiner Meinung nach das authentischere und spiegelt die Charakteristik der Olive und dem Olivenhain am besten wider. Sollten Sie sich für ein trübes Olivenöl entscheiden, sollten Sie es zeitnah verbrauchen und noch genauer auf die Lagerbedingungen achten. Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass es auf dem Olivenölmarkt viele ungefilterte Öle gibt, die nicht als solches erkannt werden, weil die Angabe auf dem Etikett fehlt.

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